|
Aufmerksam blickt Ika in die nachdenklichen Gesichter. Genau das, was sie hatte erreichen wollen. Ein Nachdenken. Von heute auf morgen würde sie nichts änder, auch nicht, wenn sie so wenige Leute erreichte, doch gut Ding braucht Zeit, heißt's so schön. Sie würde eine Abschrift ihrer Predigt auch nochmal im Orden aushängen, damit jeder sie würde lesen können, der es heute Abend nicht geschafft hatte herzukommen. Kurz lässt sie allen noch Zeit, sich zu sammeln, ehe sie wieder anfängt zu sprechen. "Ich möchte an dieser Stelle noch einmal sagen, dass ich niemanden spezifisch mit meiner Predigt meine. Es ist eher eine Aufforderung an jeden von uns, nochmal in sich zu gehen, seine Werte und sein Verhalten zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern." Kurz hält das zierliche Weib inne und lächelt noch einmal alle an, hofft, dass sie verstehen, dass es nicht darum geht wer schuld hat, wer sich vielleicht falsch verhalten hatte wem Gegenüber. Es geht einzig und allein darum sich der Tugenden zu besinnen und sie noch einmal zu verinnerlichen, kann man dies doch nicht oft genug machen. "So lasst uns nun gemeinsam das Glaubensbekenntnis sprechen, ehe Mutter Meela den Segen sprechen wird."
Ich glaube an den Allmächtigen, ER ist der Schöpfer des Universums, Das eine Wesen, aus und in dessen Liebe alle Wesen entstanden sind. ER ist die einzige Wahrheit Und Richter über unsere Seele zur Todesstunde.
ER sandte uns seinen Propheten Aristoteles, Auf dass dieser der Menschheit die Lehren der Weisheit bringe.
Ich glaube an das Geschenk der Liebe, Das uns der Allmächtige machte, Mit dem ER uns über die anderen Lebewesen erhob und uns die Verantwortung über sie gab.
ER sandte uns seinen zweiten Propheten Christos, Um uns an sein Geschenk der Liebe zu erinnern, Niemals will ich dieses Geschenk vergessen Und das wissen darum werde ich in meinem Herzen bewahren.
Ich bin auf der Erde, um Gott zu dienen, Seine Lehren und seine Liebe zu verbreiten Und die aristotelische Freundschaft jedem zuteil werden zu lassen.
Wenn mein Tag dann gekommen ist, So nehme mich der Herr zu sich auf, In Liebe und Freundschaft in Ewigkeit.
Amen.
|
|